Das Filmmuseum Düsseldorf zeigt im November Filme aus Subsahara Afrika

Das Filmmuseum in Düsseldorf präsentiert vom 1. – 28. November in der Black Box Ausschnitte der subsaharischen Filmgeschichte und zeigt Werke von Ousmane Sembène (Senegal), Souleymane Cissé (Mali), Ibrahim Shaddad und der Sudanese Film Group (Sudan) sowie eine Auswahl zeitgenössischer Filme aus dem Senegal und Ghana. Die Filmreihe findet in Zusammenarbeit mit dem Institut français
Düsseldorf und dem Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. statt. Alle Filme werden in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt.

La noir de … (1965)

Filmproduktion in Afrika
Bereits ab 1910 existierte das Kino in Afrika als Unterhaltungsmedium in Form von Vorstellungen europäischer und US-amerikanischer Dokumentarfilme. Einige Jahre später wurden unter kolonialen Strukturen auch Filme in Afrika gedreht. In diesen Filmen – deren Produktion ihren Höhepunkt zwischen den beiden Weltkriegen hatte – wurde alles Afrikanische jedoch als abergläubisch und rückständig betrachtet, die afrikanischen Kulturen geringgeschätzt und auf diesem Wege versucht, die europäische Kultur aufzuwerten.

Eine erwähnenswerte genuin afrikanische Filmproduktion entstand erst zu Beginn der 1960er-Jahre. Deren Ziel war es, die afrikanischen Länder vom kolonialen Erbe zu befreien und zu sich selbst zu finden mit der Intention, eine eigene Filmkultur zu begründen. Das anspruchsvolle afrikanische Kino
hatte größtenteils eine klare politische Intention, wie beispielsweise die Filme des malischen Filmemachers Souleymane Cissé, der mittlerweile zu den renommiertesten Regisseuren Afrikas zählt. Die allerersten Filme wurden von Ousmane Sembène, dem „Vater des afrikanischen Kinos“, inszeniert. Mit knappen finanziellen und technisch eingeschränkten Möglichkeiten drehte er 1963 seinen ersten berühmten Kurzfilm „Borom sarret“, gefolgt von „La noire de…“ (1965), der erste Langspielfilm Afrikas. Diese beiden Filme definieren die Geburtsstunde des afrikanischen Kinos, und in den darauffolgenden
Jahrzehnten entwickelte sich eine lebhafte Filmproduktion in den Ländern südlich der Sahara, wie Burkina Faso, Senegal, Kamerun und Mali.

Unter anderem werden die Filme „Borom Sarret“, „Mandabi“ und „Moolaadé“ von Ousmane Sembène und aus NRWs Partnerland Ghana der Film „The burial of Kojo“ gezeigt. Eine Liste aller Filme und deren Vorführtermine finden Sie HIER (Unter Kinoprogramm November).

The burial of Kojo (2018)

Eine Kartenreservierungen ist telefonisch unter 0211-8992232 möglich. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro, mit Black-Box-Pass vier Euro. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

(ado/26.10.21)

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