#EndHumanTrafficking

Am 30. Juli begehen die Vereinten Nationen den Welttag gegen Menschenhandel.

 

Denken wir an Welthandel, so denken wir in der Regel an Rohstoffe, Industrie- und Konsumgüter, die auf den Weltmärkten gehandelt werden. Doch wir wissen, dass in unserer globalisierten Welt auch mit Drogen, Waffen – und mit Menschen gehandelt wird.

Der Handel mit Menschen hat viele Formen. Wir sprechen von Menschenhandel überall dort, wo Menschen gezielt ausgebeutet werden und zur Arbeit durch Androhung von Gewalt gezwungen werden. Dazu gehört die Zwangsprostitution, manche Formen von Kinderarbeit und auch Arbeitsverhältnisse, die wie eine Leibeigenschaft sind. Die meisten Opfer von Menschenhandel sind Frauen – sie sind mehr als doppelt so häufig davon betroffen als Männer. Von 10 weltweit entdeckten Opfern sind etwa fünf erwachsene Frauen und zwei Mädchen.

Wie der jüngste Bericht der Vereinten Nationen mal wieder zeigt, ist der Menschenhandel ein globales Problem. Während im globalen Norden überwiegend Formen von sexueller Ausbeutung wie etwa die Zwangsprostitution zu finden sind, ist es im globalen Süden die Zwangsarbeit.

Nach Frauen stellen Kinder die zweitgrößte Gruppe der Opfer. In Sub-Sahara-Afrika werden sie als billige oder gar unbezahlte Arbeitskräfte auf Kakao und Kaffeeplantagen eingesetzt, in Asien findet man sie in Textilfabriken und Färbereien. Schlimmstenfalls droht Kindern dort als Organ-Ersatzteillager verschleppt zu werden. Es ist erschreckend, dass solches Unrecht heute noch passiert.

Mit Stand August 2020 verfügen 169 der 181 von der UN untersuchten Länder über Gesetze, die den Menschenhandel kriminalisieren und unter Strafe stellen. Dennoch passiert es weiterhin tagtäglich, dass Menschen wie Waren gehandelt werden.

Der 30. Juli soll an diese Unmenschlichkeit erinnern und jeden von uns dazu bewegen, uns im Sinne der SDGs für weniger Ungleichheiten (SDG 10), menschenwürdige Arbeit (SDG 8)  und mehr Gerechtigkeit (SDG 16) einzusetzen.

Mehr lesen: 2020 Global Report on Trafficking in Persons

(ado/22.07.21)

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