28. April 2026, 19:00

„Die seltenste Frucht“ – Lesung und Gespräch mit Gaëlle Bélem

Gaëlle Bélem erzählt in ihrem biografischen Roman die Geschichte des kreolischen Sklaven Edmond Albius. Er lebte im 19. Jahrhundert auf der französisch kolonisierten Île Bourbon gelebt und leistete Erstaunliches: Im Alter von 12 Jahren erfand er ein Verfahren zur Bestäubung der Vanille, die daraufhin in aller Welt kultiviert und als das beliebteste aller Aromen gefeiert wurde.
Die Autorin lenkt den Blick auf die Geschichte ihrer Heimat La Réunion. Sie war geprägt von Rassismus und der Unterdrückung der Schwarzen Menschen, deren Talente und Erfolge systematisch aberkannt wurden. Edmond ist ihr Stellvertreter: Viele wurden reich an der seltensten Frucht, er starb in Armut.

Julia Braun führt das Gespräch mit der Autorin auf Französisch und übersetzt es ins Deutsche. Gudrun Honke liest Auszüge aus dem Roman.

Gaëlle Bélem, geboren 1984 in Saint-Benoit auf La Réunion, ist eine französische Autorin, Lehrerin und Journalistin. „Die seltenste Frucht“ wurde von der New York Times in die Liste der 100 wichtigsten Bücher des Jahres 2025 aufgenommen. Gaëlle Bélem lebt und arbeitet auf La Réunion.

EINTRITT
Frei. – Um eine Spende wird gebeten.

KOOPERATION und FÖRDERUNG
Stadtbücherei Münster, Eine-Welt-Forum Münster e.V., Postcolonial, Transnational and Transcultural Studies am Englischen Seminar der Universität Münster, Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog e.V., Kulturamt der Stadt Münster

Beginn
28. April 2026, 19:00
Ort
Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11, 48143 Münster
Kontaktperson
Anna Stelthove-Fend
Telefon
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